Ski Alpin

„No risk no fun?!“ – Sicherheitstipps

SC Burgau am 04.10.2006 - 17:48 Uhr

„No risk no fun“ – „Ohne Risiko kein Spaß“ dieser Spruch taucht immer wieder in den Medien auf, gerne in Verbindung mit Wintersportlern, die abseits von Pisten von Lawinen verschüttet worden waren und unter hohem persönlichen Risiko der Helfer geborgen werden mussten. Die Presse und die Öffentlichkeit verurteilen diese Menschen in den meisten Fällen, schließlich sei es unverantwortlich, Risiken einzugehen.

„Ohne Risiko kein Spaß?!“ Wir alle leben mit Gefahren, besonders beim Wintersport im hochalpinen Gelände drohen eine Unmenge verschiedener Risiken. Ist es nicht auch Leichtsinn, einen solchen Sport überhaupt auszuüben?

Denn natürlich geht man beim Wintersport Risiken ein, ohne die der Spaß in der Tat nicht zu haben wäre. In unseren Skikursen und in der Jugendrenngruppe versuchen wir jedoch, den Teilnehmern möglichst viele Fähigkeiten zu vermitteln, um diese Risiken zu minimieren. Denn eins ist sicher: War das Risiko zu groß, ist der Spaß meist nur das erste, was man verliert.

Die folgenden Tipps sollen Ihnen Möglichkeiten zeigen, Risiken zu vermeiden oder zumindest zu verringern. Dabei erhebt die Liste keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.

Der Helm
In den letzten Jahren haben – bedingt durch die immer höheren möglichen Geschwindigkeiten – schwere Schädelverletzungen stetig zugenommen. Ein Helm schützt Ihren Kopf zuverlässig. Helme sind mittlerweile in vielen verschiedenen Formen und Farben erhältlich – auch der Tragekomfort ist bereits hervorragend. Übrigens: Auch Halbschalenhelme mit weichen Einsätzen für die Ohren bieten hervorragenden Schutz (erfüllen allerdings nicht die entsprechende DIN).

Rückenprotektoren
Zusätzlich zum Helm haben sich in den letzten Jahren Protektoren zum Schutz der Wirbelsäule etabliert. Diese werden bequem meist unter der Jacke getragen. Sie sind in verschiedensten Ausführungen erhältlich – eingebaut in den Rucksack, als Weste, integriert in ein umfassenderes Körperschutzkonzept (zum Beispiel Protektorenoberbekleidung und -hosen für den Freestyle-Einsatz).

Ausrüstung
Sicherheitsbindungen schützen Ihren Körper vor übermäßigen Belastungen bei Stürzen oder anderen Extremsituationen, indem sie den Ski bei zu hohen Kräften freigeben. Dies können Sie jedoch nur, wenn sie exakt auf Sie und Ihre Fahrgewohnheiten abgestimmt sind. Der Fachhändler Ihres Vertrauens übernimmt gerne die Anpassung.
Auch das gepflegte Material spielt eine wichtige Rolle. Frisch geschliffene Stahlkanten ermöglichen Ihnen eine bessere Kontrolle Ihres Wintersportgeräts. Ein geschliffen und gewachster Belag erleichtert das Drehen. Durch eine bessere Kontrolle können Sie das Verletzungsrisiko erheblich senken und das Vergnügen extrem steigern.

Richtiges Verhalten auf den Pisten
Die zehn FIS-Regeln (Link auf FIS-Regeln) sind das Gesetz der Skipiste. Sie regeln den reibungslosen Ablauf des Wintervergnügens. Ihr Grundsatz lautet: Rücksicht auf den anderen. Im Zweifelsfall geht die Sicherheit immer vor.

Fahren abseits der Piste
Die meisten machen es. Und bei den meisten passiert auch nichts. Und bei manchen doch. Das Risiko ist und bleibt hoch – oft nicht einschätzbar.
Wir können Ihnen hier daher leider keinen Kurzabriss über Lawinenkunde geben mit dem Sie dann mit einem besseren Gefühl unterwegs sein können.
Wir empfehlen Ihnen außerhalb der Piste einen erfahrenen und ortskundigen Bergführer. Er kennt sich aus mit seinen Bergen und kann Ihnen die schönsten Hänge zeigen.

Den Lawinenlagebericht erhalten Sie übrigens auch im Internet – zum Beispiel auf lawine.org. Er gibt einen Überblick über die allgemeine Lage, für den konkreten Hang ist er allein nicht zur Risikoeinschätzung ausreichend. Bei Stufe 4 oder 5 (hohe bis sehr hohe Lawinengefahr) ist ein fahren außerhalb gesicherter Pisten generell nicht mehr möglich.




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